Drückjagd – Plätze für Schützen und Treiber

Von Oktober bis Januar ist Drückjagdsaison. Finde Plätze als Schütze oder Treiber in deiner Region oder lade zuverlässige Teilnehmer zu deiner eigenen Gesellschaftsjagd ein, kostenlos und direkt.

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Drückjagd und Treibjagd – was ist der Unterschied?

Beide gehören zu den Gesellschafts- bzw. Bewegungsjagden, unterscheiden sich aber deutlich.

Drückjagd

Bei der Drückjagd wird das Wild von Treibern und Stöberhunden langsam beunruhigt und zum Verlassen seiner Einstände gebracht. Die Schützen sitzen auf festen Ständen, häufig Drückjagdböcken, und erlegen das ziehende Wild. Bejagt wird vor allem Schalenwild wie Schwarzwild, Rehwild, Rot- und Damwild, meist im Wald. Weil das Wild ruhig anwechselt, sind sichere und waidgerechte Schüsse möglich.

Treibjagd

Bei der Treibjagd wird das Wild von einer Treiberkette zügig in Richtung der Schützen getrieben. Klassisch ist sie auf Niederwild wie Hase, Fasan und Fuchs, meist im Feld, etwa als Standtreiben oder Kesseltreiben. Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe oft vermischt. Im Inserat steht, um welche Jagdart es sich handelt.

So läuft eine Drückjagd ab

  • Treffen & Begrüßung: Morgens treffen sich alle Teilnehmer. Der Jagdleiter begrüßt, prüft Jagdscheine und gibt die Freigabe bekannt (welches Wild erlegt werden darf).
  • Sicherheitsbelehrung: Pflichtteil vor jeder Gesellschaftsjagd: Schussrichtungen, Signale, Verhalten am Stand.
  • Anstellen: Die Schützen werden auf ihre Stände gebracht und sprechen sich mit den Nachbarn ab.
  • Das Treiben: Nach dem Signal beginnen Treiber und Hunde. Ein Treiben dauert meist zwei bis drei Stunden.
  • Hahn in Ruh: Mit dem Signal zum Ende wird die Waffe sofort entladen. Niemand verlässt vorher den Stand.
  • Bergen, Strecke & Schüsseltreiben: Das erlegte Wild wird geborgen und zur Strecke gelegt. Danach folgt oft das gemeinsame Essen.

Was brauchst du für eine Drückjagd?

Als Schütze:

  • Gültiger Jagdschein samt Jagdhaftpflicht
  • Schießnachweis: in einigen Bundesländern für Bewegungsjagden vorgeschrieben, von vielen Jagdleitern ohnehin verlangt
  • Warnfarbene Kleidung: orangefarbener Hut bzw. Weste oder Hutband, von den meisten Jagdleitern auch für Schützen verlangt
  • Geeignete Waffe und Munition (in vielen Staatsforsten nur bleifrei), Gehörschutz, Sitzkissen oder -stock, warme, leise Kleidung

Als Treiber:

  • Warnfarbene Kleidung (für Treiber vorgeschrieben)
  • Feste, wasserdichte Schuhe und Kleidung, die dornige Dickungen aushält
  • Gute Kondition und etwas Wetterfestigkeit
  • Einen Jagdschein brauchst du als Treiber nicht. Treiben ist der perfekte Einstieg, um Revierinhaber kennenzulernen.

Sicherheit bei Gesellschaftsjagden

Sicherheit hat auf jeder Drückjagd oberste Priorität. Schieß nur auf freigegebenes Wild, nur mit sicherem Kugelfang und niemals ins Treiben hinein. Kläre beim Anstellen die Schussbereiche mit deinen Standnachbarn ab. Verlasse den Stand nicht vor dem Ende des Treibens, und halte die Waffe bis zum Anblasen und nach dem Abblasen entladen. Die Anweisungen des Jagdleiters gelten ausnahmslos.

Drückjagd anbieten – Schützen und Treiber finden

Dir fehlen noch Schützen, Treiber oder Hundeführer für deine Drückjagd? Auf RevierMarkt inserierst du deine Drückjagd kostenlos mit Datum, Ort, Anzahl der Plätze und Voraussetzungen, z. B. Schießnachweis oder Erfahrung. Interessierte bewerben sich mit Profil, und du wählst aus, wer dabei ist.

Häufige Fragen zur Drückjagd

Wann ist Drückjagdsaison?

Die Hauptsaison liegt zwischen Oktober und Januar. Viele Revierinhaber planen ihre Termine schon im Spätsommer, deshalb lohnt sich ein Suchauftrag rechtzeitig.

Kostet die Teilnahme an einer Drückjagd etwas?

Das ist unterschiedlich. Manche Revierinhaber laden Schützen kostenlos ein, andere verlangen ein Standgeld oder berechnen erlegtes Wild. Treiber nehmen in der Regel kostenlos teil und werden oft verpflegt. Die Konditionen stehen im Inserat.

Brauche ich als Treiber einen Jagdschein?

Nein. Treiber brauchen keinen Jagdschein, aber warnfarbene Kleidung und festes Schuhwerk. Für Jungjäger und Jagdinteressierte ist das ein idealer Einstieg.

Was ist ein Schießnachweis?

Ein Nachweis, dass du regelmäßig auf dem Schießstand geübt hast, besonders auf bewegliche Ziele (z. B. laufender Keiler). In einigen Bundesländern ist er für Bewegungsjagden vorgeschrieben, viele Jagdleiter verlangen ihn unabhängig davon.

Darf ich meinen Hund mitbringen?

Nur nach Absprache mit dem Jagdleiter. Stöberhunde werden gezielt eingesetzt. Gesucht sind oft erfahrene Hundeführer mit geprüften Hunden.

Was ist ein Schüsseltreiben?

Das gemeinsame Essen nach der Jagd, wenn die Strecke gelegt ist. Es ist fester Bestandteil der Jagdtradition und eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen.

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